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Tourismusjahr 2014

Drei Tage lang drehte sich in Wien alles um die neuesten Trends und Angebote im österreichischen Tourismus. Bei der von der Österreich Werbung (ÖW) organisierten Fachmesse atb_sales trafen 300 österreichische Unternehmen - von Hotelbetrieben und Urlaubsregionen bis hin zu kulturellen Highlights - mit ihren buchbaren Angeboten auf rund 450 internationale Einkäufer. Am letzten Messetag zogen nicht nur die Veranstalter eine erste positive Bilanz - auch Aussteller, Einkäufer und die Vereinsmitglieder der ÖW sind vom neuen Format überzeugt.

"Die Verkaufsförderung ist ein entscheidender Bestandteil der weltweiten Aktivitäten der Österreich Werbung, um das heimische Angebot optimal mit der Marktnachfrage zusammenzubringen", betont Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner. "Der Tourismus sichert Wachstum und Arbeitsplätze im Land und ist somit eine wichtige Konjunkturstütze, die wir auf allen Ebenen stärken wollen. Daher stellen wir auch heuer wieder ein Volumen von 50 Millionen Euro an zinsgünstigen ERP-Krediten zur Verfügung, mit denen die Betriebe ihre Infrastruktur ausbauen und neue Angebote umsetzen können. Zusätzlich gibt es ERP-Kleinkredite, die mit einer Bandbreite von jeweils 10.000 bis 100.000 Euro auf den Bedarf kleinerer Betriebe zugeschnitten sind", so Mitterlehner. "Als neues Angebot wollen wir über die ÖHT eine Kooperation mit der Europäischen Investitionsbank starten. Pro Jahr würde das ein zusätzliches Kreditvolumen von 38 Millionen Euro ermöglichen, mit denen Investitionen von rund 80 Millionen Euro ausgelöst werden könnten", sagt Mitterlehner zu der im neuen Regierungsprogramm vorgesehenen Maßnahme.

Rekordjahr 2013 verleiht Rückenwind für 2014

Auf Basis der heute von der Statistik Austria präsentierten Tourismuszahlen mit Rekorden bei Ankünften und Nächtigungen zieht Mitterlehner eine positive Bilanz über das Tourismusjahr 2013 und blickt optimistisch in die Zukunft: "Das Rekordergebnis zeigt, dass die Destination Österreich selbst in einem schwierigen internationalen Umfeld punktet und die Betriebe auf die richtigen Angebote setzen. Das sollte sich auch in der laufenden Wintersaison positiv auswirken", erwartet Mitterlehner weiterhin steigende Nächtigungen. Langfristiges Ziel sind - wie im Regierungsprogramm vorgesehen - 140 Millionen Nächtigungen im Jahr 2018. "Trotz des immer härter werdenden weltweiten Wettbewerbs wollen wir unser hohes Niveau weiter übertreffen. Dafür braucht es nicht nur gute Finanzierungsmöglichkeiten, sondern müssen auch neue Herkunftsmärkte stärker erschlossen werden", nennt Mitterlehner zentrale Schwerpunkte.

"Die aktuellen Zahlen haben erneut bewiesen, dass der Tourismus ein wesentliches Zugpferd der heimischen Wirtschaft ist", unterstreicht auch Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft, und erklärt: "Mein Dank und die Anerkennung gilt vor allem den rund 90.000 heimischen Betrieben und ihren Mitarbeitern, die sich tagtäglich um die Gäste bemühen - und sie sind für das Rekordergebnis, aber auch die stabile Arbeitsmarktsituation verantwortlich."
Durch Rückmeldungen aus der Branche sei klar erkennbar, dass die Betriebe, trotz wetter- und schneebedingt angespannter Buchungslage ?im Jänner, die Beschäftigung stabil gehalten haben, so Schenner. "Wie bereits im Krisenjahr 2009, in dem der Tourismus als eine der wenigen Branchen keine Beschäftigtenrückgänge zu verzeichnen hatte, waren wir einmal mehr ein verlässlicher Arbeitgeber", betont der WKÖ-Tourismussprecher.
Für ÖW-Geschäftsführerin Petra Stolba ist die Tourismusbilanz 2013- wie so oft im Tourismus - der Erfolg eines Zusammenspiels vieler Kräfte: Arbeit und Qualität der Betriebe und der übrigen Angebotsträger, Rahmenbedingungen und des Tourismusmarketings. "In diesem Sinne werden wir als Österreich Werbung auch 2014 die Zusammenarbeit in der Branche weiter forcieren, um gemeinsam mit allen Partnern das Tourismusland Österreich weiter zu stärken", so Stolba. Einen Beitrag für eine erfolgreiche Entwicklung sieht Stolba auch in der Fachmesse. "Eines unserer Ziele ist es, die besten Plattformen für den Verkauf zu organisieren - sowohl Einkäufer als auch Aussteller sollen gute Geschäfte machen können. Mit der atb_sales haben wir dafür ein zeitgemäßes Format entwickelt."

Verkauf im Fokus

Schwerpunkt der ÖW-Verkaufsförderaktivitäten sind die zahlreichen Plattformen direkt in den Herkunftsmärkten. Daneben gibt es jedes Jahr eine Großveranstaltung in Österreich. Die seit 1973 bestehende atb, seit 2007 als actb auch um Angebote der östlichen Nachbarn erweitert, wurde nach einer umfassenden Evaluierung weiterentwickelt und in zwei Veranstaltungsformate ausdifferenziert.
Die auf Produkterlebnis und Erfahrungsaustausch ausgelegte atb_experience feierte im Juni 2013 ihre Premiere - die zu einem exklusiven Handelsplatz weiterentwickelte atb_sales nun Ende Jänner." Der Name ist Programm: bei der atb_sales geht's um Verkauf, und um nichts anderes. Beibehalten haben wir den bewährten Termin und den Austragungsort in der Messe Wien, an vielen anderen Schrauben haben wir gedreht", so Stolba. So wurde zunächst wieder ausschließlich auf das österreichische Angebot fokussiert. Und alle österreichischen Aussteller müssen auch ein buchbares Produkt und vor Ort verfügbare Kontingente haben - als Grundlage für die Verkaufsgespräche. "Durch diese strengeren Teilnahmebedingungen ist es uns gelungen, viele internationale Top-Einkäufer zu gewinnen, die zuletzt nicht mehr in Österreich waren."

Hohe Teilnehmerqualität und innovative Formate

Insgesamt zählte die ÖW in den vergangenen Tagen rund 300 ausstellende Organisationen und 450 Einkäufer aus 38 Nationen - ein laut Fachleuten optimales Verhältnis. "Die ersten Rückmeldungen bestärken uns in unserem Weg. Sowohl Aussteller als auch Einkäufer konnten sich auf ihre Verkaufsgespräche konzentrieren sowie neue Kontakte knüpfen, Geschäfte anbahnen oder bestehende Kundenbeziehungen weiter vertiefen", so Stolba.
Neben den Kojen als Ort für bilaterale Verkaufsgespräche war der "Austria Show Room" am ersten Messetag ein besonderer Themen-Handelsplatz. Elf buchbare touristische Angebote, die im Rahmen der letztjährigen atb_experience zum Thema Nachhaltigkeit entwickelt wurden, wurden hier interaktiv präsentiert.
Mit dem "Austrian Tourism Forum", das an beiden Messetagen stattfand, bot die ÖW speziell für Incomer und Reiseveranstalter eine kompakte Diskussionsplattform, die der Frage nachging, wie erfolgreiche Angebotskommunikation im organisierten Vertrieb aussehen muss.
Beim "Walk through Austria" in Kooperation mit Ars Electronica konnten die Messeteilnehmer Österreich interaktiv erleben.
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