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„Frauen haben andere Bedürfnisse als Männer"

Seit einiger Zeit schon holt Raiffeisen OÖ interessante, erfolgreiche Frauen vor den Vorhang - warum?
Für Frauen ist es in allen Rollen – egal ob als Hausfrau, Unternehmerin, Angestellte, Alleinerzieherin oder Pensionistin – wichtig, dass sie einen verlässlichen Partner für ihre finanziellen Angelegenheiten haben. Mit unserer Frauenserie zeigen wir, dass wir uns auf unsere Kundinnen individuell einstellen, sie bei ihren persönlichen Zielen begleiten und auf ihre Bedürfnisse eingehen. Wir wollen unseren Kundeninnen abgestimmt auf die jeweilige Lebenssituation echten Mehrwert bieten, Nutzen stiften und ein sicherer Finanzpartner sein.

Weshalb haben Frauen bei Raiffeisen OÖ einen so hohen Stellenwert?
Rund die Hälfte der mehr als 942.000 Kunden der Raiffeisenbankengruppe OÖ ist weiblich. Und auch bei den Mitarbeitern in der Raiffeisenbankengruppe OÖ haben wir einen Frauenanteil von 43 Prozent. Das ist für uns Argument genug, dass wir uns besonders für Frauen einsetzen. Außerdem haben Frauen oft andere Bedürfnisse als Männer – darauf wollen wir konkret eingehen. Aber für uns ist das Thema „Frau“ keine Marketing- oder Produktlinie, sondern wir wollen echten Mehrwert bieten. 

Wie wird dieses Ziel umgesetzt?
Raiffeisen OÖ bietet für alle Bereiche maßgeschneiderte Lösungen an. Wir wollen mit einem konstanten Ausbau des Betreuungs- und Beratungsangebotes künftig noch stärker den weiblichen Bedürfnissen gerecht werden. Darüber hinaus gibt es in der Raiffeisenbankengruppe OÖ ein umfangreiches Informations- und Veranstaltungsprogramm zu den Schwerpunkten Zukunft, Leben und Wirtschaft.

Was erwarten Frauen von ihrer Bank, was ist ihnen besonders wichtig?
Aufgrund unserer Beratungsgespräche wissen wir genau, welche Themen Frauen bewegen. Dazu zählen vor allem die finanzielle Absicherung und die Zukunftsvorsorge. Frauen wollen finanziell unabhängig sein und sich und ihre Familie abgesichert wissen. Auch Haussanierungen, Hausbau sowie die passende Finanzierung und Absicherung sind wichtige Themen.

Wie wissen Frauen, ob sie richtig abgesichert sind?
Je nach der persönlichen Lebenssituation und den Anlagezielen erstellen die Raiffeisen-Beraterinnen und Berater gemeinsam mit der Kundin eine optimale Absicherungs- und Vorsorgestrategie. Wir bieten einen kostenlosen Sicherheits-Check an und zeigen so Versorgungslücken in den vier Sicherheits-Bereichen Vorsorge, Anlegen, Wohnen sowie Mobilität auf.

Welche Produkte legen Sie Frauen besonders ans Herz?

Die richtige Vorsorge ist für Frauen besonders wichtig. Denn wenn im Leben einmal nicht alles nach Plan läuft, hat dies für Frauen oft weitreichende Folgen. Der Verlust eines Partners bedeutet nicht nur seelischen Schmerz, sondern auch gravierende finanzielle Nachteile. Die Witwenpension beträgt maximal 60 Prozent der normalen Pension, die Fixkosten lassen sich jedoch kaum reduzieren. Auch hohe Scheidungsquoten verdeutlichen die Notwendigkeit der richtigen Eigenvorsorge, um den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Zudem sind Frauen durch hohe Teilzeitquoten vielfach nicht ausreichend abgesichert.

Familienfreundlichkeit ist für Raiffeisen OÖ ein wichtiges Thema: Wie wird das umgesetzt?

Wir wollen unseren Mitarbeiterinnen ein attraktiver Arbeitgeber sein und leisten deshalb mit umfangreichen Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf einen entscheidenden Beitrag zu guten Arbeits- und Rahmenbedingungen. Ein wichtiges Angebot ist dabei „Sumsi’s Learning Garden“, die betriebsinterne, deutsch- und englischsprachige Kinderbetreuungsstätte mit zwei Krabbelstubengruppen und einem Kindergarten. Für Eltern ist darüber hinaus insbesondere die Kinderbetreuung in den Sommerferien eine große Herausforderung. Deshalb bietet die Raiffeisenlandesbank OÖ bereits seit Jahren einen Sommerkindergarten und seit Sommer 2012 auch einen Hort für Kinder bis 12 Jahre an. Diese Angebote finden bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern regen Anklang. Rund 40 verschiedene flexible Teilzeitarbeitsmodelle, Seminare für Wiedereinsteigerinnen und Vorträge zu Familienthemen runden das familienfreundliche Engagement der Raiffeisenlandesbank OÖ ab.

Wie werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer persönlichen, beruflichen Entwicklung gefördert?
Ständige Weiterbildung ist die Basis für Erfolg im Berufsleben. Deshalb ermöglichen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abhängig von Interesse und Bedarf die Teilnahme an verschiedenen Weiterbildungsmaßnahmen. Wir sind überzeugt, dass interessante und vielseitige Jobprofile sowie Weiterbildungsmöglichkeiten entscheidend zur Motivation der Mitarbeiter beitragen. Daher sind wir auch offen für neue Ideen und pflegen bei uns im Haus einen offenen Dialog.

Es gibt nur wenige Frauen in den Vorstandsetagen der großen Banken. Haben es Frauen in Ihrer Branche schwieriger als Männer?
Wir haben in der Raiffeisenlandesbank OÖ eine ganze Reihe von Frauen in Führungspositionen und sehr verantwortungsvollen Stellen. Ich weiß zwar nicht, ob wir damit typisch oder untypisch für die Branche sind. Aber grundsätzlich gilt: Unabhängig von Branche und Geschlecht muss man in jedem Job sein Bestes geben. Und bei Frauen ist es dazu noch häufig so, dass sie auch Zuhause weitere wichtige Aufgaben zu erfüllen haben. 

Hatten Sie jemals Schwierigkeiten, sich als Frau in dieser männerdominierten Branche durchzusetzen?
Überhaupt nicht, ich fühle mich in meinem Umfeld ausgesprochen wohl und freue mich über die positive Wertschätzung, die mir entgegengebracht wird. Dass man dafür hart arbeiten und auf manches verzichten muss, ist logisch.

Was halten Sie von Quoten?
Davon halte ich eher wenig. Man sollte die berufliche Entwicklung von Frauen nicht auf ein Quotenargument reduzieren, sondern Rahmenbedingungen schaffen, die möglichst viele Frauen motivieren und unterstützen. Statt einer Quotendiskussion sollten wir hier eine Wertediskussion führen, denn jede Arbeit von Frauen verdient eine hohe Wertschätzung – egal, ob im Beruf, in der Familie oder im Haushalt.

Haben Sie einen Rat für eine junge Frau, die im Bankwesen Karriere machen möchte?
Im Bankwesen gilt dasselbe wie in allen anderen Branchen: Selbstständiges Arbeiten mit der Bereitschaft für neue Aufgaben und Herausforderungen sowie selbstbewusstes Auftreten sind die Basis für berufliche Erfolge. Aber ich rate Frauen generell zu mehr Mut: Nicht nur das zu machen, was man kann, sondern sich durchaus auch über Neues drüber zu trauen.

Werdegang

1983: Matura am BRG Rohrbach
1988: Sponsion an der Universität Wien (Studium Geschichte, Philosophie, Psychologie und Pädagogik)
1988: Eintritt in die Österreichische Länderbank AG als Trainee
Anschließend verschiedene Stationen in der Bankenbranche
Seit 07/2007: Mitglied des Vorstandes der Raiffeisenlandesbank OÖ
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